Löwe vs. Tiger!

Ein Tier, das einen viel zu guten Ruf besitzt, ist der Löwe. Die afrikanische Raubkatze soll Kraft, Tatendrang und Selbstbewusstsein symbolisieren und wird deshalb für Logos, Tattoos, Namings und und und in geradezu inflationärer Weise gebraucht. Und was kann er wirklich? Faul rumliegen und von seinen Lorbeeren zehren. Was viele nicht wissen: Ohne Perücke sieht ein Löwe höchstens noch wie eine adipöse Hauskatze aus. Maximal enttäuschend. Sein asiatischer Artgenosse, der Tiger, kann ungleich mehr! Nähern wir uns dieser sympathischen Grosskatze mal auf enzyklopädische Weise:

Mit seinem eleganten Streifenmuster beweist der Tiger Stilgefühl und Kennerschaft. Weltläufigkeit, Savoir Vivre und Dolce Vita geben sich ein Stelldichein des guten Geschmacks. Die Streifenzeichnung als USP aus dem Bilderbuch, Alleinstellungsmerkmal deluxe, optische Reviermarkierung in Reinkultur. Das Fellhaar wird dabei bewusst kurzgehalten, im Gegensatz zum zotteligen Löwen, der wohl optisch in den 60ern steckengeblieben ist. Kurz im Nacken, so kommt der Haarschnitt des mondänen Karnivore daher. Sauber!

Viele Chromosomen, langer Schritt
Während gewöhnliche Gross- und Kleinkatzen mit den erwartbaren 18 Chromosomen auftafeln, gönnt sich der Tiger nicht weniger als 38 Makromolekül-Komplexe, natürlich diploid angehäuft, aber das verstehen nur die Biologen unter uns.

Die Schrittlänge beläuft sich auf 70 cm, bei Mädchen sind es etwas weniger, hier dürfen wir mit einer Zahl, die sich um die 60 beläuft, vorliebnehmen.  Ja, im Tigerreich haben auch Mädchen eine Schrittlänge, hier befinden sich die Gender Studies im Endstadium, der Fortschritt als Schritt des Tigers. Travestiger!

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Welch Anmut! Wir sehen eine Amu-Tigerin im geschmeidigen Sommerkleid. Der Rumpf, die Schenkel, die Tatzen – hier stimmt einfach alles. Bild von Altaileopard.

Vielfalt, soweit das Auge reicht
Nach einem kontemplativen Blick auf die Unterarten picke ich exklusiv für meine Leser ein besonders interessantes Dreigestirn heraus: Der Sibirische Tiger als der Klassiker schlechthin, der Malaysia-Tiger mit seinem rötlich eingefärbten Fell (sehr chic!) und – mein Favorit – der Sumatratiger, dessen edles Antlitz sogar eine leichte Mähne andeutet. Was für eine beeindruckende Spielart des Tigers; Tiger mit Mähne. Was der Löwe kann, kann der Tiger schon längst, und zwar aus dem Eff-Eff!

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Selfie eines malaysischen Tigers, dem König der sozialen Medien. Er punktet hier besonders mit dem sehnsüchtigen Blick in die Ferne und dem Spiel der Elemente Luft, Wasser inkl. feurig-erdigem Fellkleid. Bravo! Bild von B_cool.

Und was macht der Löwe?
Wir schliessen den Kreis und widmen die letzten Zeilen dieses lausigen Blogposts nochmals der lächerlichen Perückenkatze: Der aufgeblasene Taugenichts traut sich nichts, wenn er nicht im Rudel ist. Sein Fell ist in langweiligem Ocker gehalten, Marke Kotz-Sand. Er zahlt keine Steuern, leidet aufgrund seiner kohlenhydratarmen Ernährung an chronischem Vitamin-C-Mangel und hat dafür, dass er so oft faul rumliegt, eine ziemlich grosse Schnauze. Setzen Sex. Sex im Sitzen, ja das kann er. Doggy-Style, nach Art eines Hundes, selbst hier guckt er sich alles nur ab und bringt keine eigenen Inputs. Pfui!

Titelbild von Save China’s Tiger.

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