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Warteschlange

Warteschlangen sind Zwangsgemeinschaften. Immerhin steht man für das Gleiche an und hat deshalb einen kleine Gemeinsamkeit. Würden die Menschen darauf aufbauen und die Zeit in der Schlange fürs Netzwerken nutzen, könnten sich Liebespaare bilden, die vorzeitig aus der Reihe treten, um zusammen ins Abenteuer Leben zu stürzen. Wird diese Taktik mit Vehemenz verfolgt, bleiben nur noch unvermittelbare Menschen übrig, die dann bestimmt froh um die Gesellschaft sind – und deshalb die Warteschlange gar nie verlassen möchten. Womit der Weg frei ist für alle, die nicht anstehen wollen.

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ank¨nd’gng

Lange habe ich es angekündigt, nun mache ich meine Drohung wahr: Ich werde mich am Sozialstaat bereichern. Hintergehen, unterwandern und übernehmen. Altbekannte Taktik, oft kopiert, doppelseitig, langkantig gebunden, gerillt, geheftet, gefaltet und gestanzt. Ich umgehe das Prinzip der Subsidiarität im sportlich-gemächlichen Trippelschritt. Krankheit, Alter, Tod, alles wird angemeldet, überall wird abgezockt. Lebensstandard, Flanke, Tor! Die Allgemeine Erkältung der Menschenrechte wird mit Suppe behandelt, etwas Streuwürde dazu und fertig ist der Eintopf der Einparteiendiktatur. Lakai und Präabel, die biblischen Diener des Wohlfahrtsstaates!

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Treppe!

Ich habe mich verliebt: Treppen sollen mich nach oben bringen, bis dass der Tod mich wieder nach unten bringt (oder noch weiter nach oben, ich habe noch Hoffnung).

Eine gute Treppe ist trittsicher und wartet mit einem Handlauf auf. Der Handlauf ist der Auflauf der Architektur: Nutzen steht im Vordergrund, Form folgt @Inhalt, jetzt neu auf Twitter.

Treppe, Ort der Begegnung, der Bewegung, der Beförderung. Auf Treppen wir small getalkt aber big gethinkt. Der geheime Liebling ist die zweiläufige Kegeltreppe mit viertelgewendetem Antritt und – ganz wichtig – Zwischenpodest. Zwischenpodeste erlauben olympisch anmutendes Durchschnaufen. Kraft tanken, dem Volk winken, weitergehen. Weiter, immer weiter.

Gegenspieler ist der Fahrzug, der Lift, der fahrende Stuhl, der Kot mit Eigenantrieb, nein Danke, mir stinkt’s! Lastenaufzug, Schiffshebewerk, Peoplemover, alles fiese Errichtungen ohne Würde, Könnte und Hätte. Ich verzichte.

 

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Humor

Enten

Enten sind die besten Tiere der Welt. Meine ganz persönliche Meinung! Handgemacht und selbstvertrieben. Handverlesen und sehrverlegen. Sehrverlogen und Nieselregen.

Wo war ich? War ich überhaupt? Ente, Gans und Schwan, heilige Dreifaltigkeit, dreierne Einfaltigkeit. Gefiederte Wasservögel, mit Federkleid im Wasser, man lebt ja nur einmal, yolo! Kleidung nassmachen: Was sich unsereins nicht traut, ist für die Enten draufgängerischer, ach was, draufflieg- und -schwimmerischer Alltag. Bin kurz auf dem Klo. So, zurück. Mandarinenten immer roh verzehren, sonst geht das Vitamin C kaputt. Enten haben keinen Schwanz, Enten haben Bürzel! Kleine und dünne Bürzel, aber es kommt ja sowieso mehr auf die Technik an. Im Winter fliegen Enten in den Süden (Mallorca ist nur einmal im Jahr) und im Sommer machen Sie Städtetrips in Europas Norden. Enten sind die Hipster der Fauna.

Der Trompeterschwan ist gerne Petersilie und heisst drum Peterschwan. «Isst» mit zwei «s», sagen Sie jetzt, aber ich meine «ist» mit einem «s»: Ja, der Trompeterschwan wäre gerne eine Petersilie, er isst als Kind in einen grünen Smoothie gefallen. Ja, dieses Mal «isst» mit zwei «S», weil er ihn ja gegessen hat. Smoothies soll man ja gut kauen, Verdauung beginnt im Mund, der Gaumen ist der neue Magen. Kauen, einspeicheln, einverleiben, absorbieren, ausscheiden. Apropos Verdauung: Enten scheiden auch aus, meistens im Achtelfinal.

Eine kleine Ente lernt nach 2 Wochen das Laufen, nach 4 Wochen das Fliegen und nach 6 Wochen das Schwimmen und absolviert nach 8 Wochen ihren ersten Quackathlon. Sofern Sie die Qualifikationsprüfung besteht, unter strenger Aufsicht eines aggressiven Schwarzen Schwanes, den es gar nicht gibt, was die Prüfung automatisch ungültig macht und darum praktizieren viele Enten ihren Sport mit einem gefälschten Zertifikat, aber was will man machen.

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Liebes Tagebuch

Manierliches Diarium

Ich plane eine Verschwörung, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat. Wobei man Verschwörungen eh nie sieht. Die riecht man maximal, und dann auch nur in Form des bekannten feissen Bratens. Das Ausmass soll schockieren, weshalb ich dich um absolute Verschwiegenheit bitten muss. Klassische Verschwörungspraxis. Aber wir sind ja hier im Internet unter uns. Also, so horche meinen Plänen: Ich werde den Donnerstag klauen. Unwiderruflich und international, ach was sag ich: global und orbital! Den Tätigen gehört die Welt. Inspiration fürt («h» vergessen, Gruss Lektorin. Bis heute Nacht, du geiler Blogger!) zu Konspiration. Die Inspiration ist die Respiration der Konspiration. Ich atme gute Ideen und diese ist besonders gut, die Gründe sind dreier- und spiegelei*. (*Suppengemüse kaufen)

  • Die Woche muss wieder 6 (Er hat 6 gesagt, hihi!) Tage haben (Die Woche hat Ihre 6 Tage, hihihi MEGA-CAPSLOCK-LOL!). Nicht mein Hirngespinst, sondern die Ordnung der grossen Milf Natur (44j, vollbusig). 1, 2, 3, Polizei, dann weiter 4 Jahreszeiten, «Woche» mit 5 Buchstaben, 6 Tage, 7 Fruchtzwerge und so weiter und so mazda und so ford! Die mystische Zahlenreihe muss wieder Bestand haben.
  • Der Donnerstag ist ein unnötiger Paffer. Wenn, dann auf Lunge ziehen, mann. Äh, unnötiger Puffer meine ich, Puffer. Ja also, allenthalben (die Hälfte von alles ist viel) posaunen die Menschen ihre Freude über den Donnerstag heraus (halber Freitag, blabla) – aber besser als Donnerstag ist immer noch der Freitag. Also warum nicht gleich Mittwoch-Freitag? Eben.
  • Als dritter Grund fungiert die Pizza funghi. Hat zwar nichts mit dem Thema zu tun, aber wie sagt man so schön: kost’s nicht, so schad’s nicht. Wobei, Pizza kostet ja, also schadet sie auch. Haben Sie das gewusst? Klauen Sie also fortan Ihre Pizza oder steigen Sie auf Suppengemüse (Schonkost, Vitalkost) um.

Wie werde ich den Donnerstag klauen? Entnehmen, pürieren und abfüllen? Abspritzen, einweichen und ausspülen? Einreiben, abreiben und überkleben? Nein! Abpacken und endlagern. Ich habe schon so viele Tage geklaut und niemand hat’s gemerkt. Bis morgen. BIS FREITAG!

Herzlich,
Ihre Grussformel

 

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wirtschaftsrecht

Werde heute Abend den Leitzins erhöhen. Ja, ich weiss, das hören Sie nicht gerne, liebe Leserinnen und Leser, aber ich habe da keinen Handlungsspielraum. Schütteln Sie die Opferrolle ab. Werden Sie zum Täter! Taten statt Worte. Verstossen Sie gegen ein Recht! Zum Beispiel gegen das Namensrecht. Nennen Sie sich ab sofort Gaudenz Kasperlmann! Es sei denn, sie heissen wirklich so.
Zurück zum Leitzins aka Leidzins: Schütte im Gegenzug die eine oder andere Dividende aus. Ausserdem dürfen Sie sich an einem reichlich gefüllten Korb an atmungsaktiven Trostpflastern bedienen.

Mir ist der menschliche Körper zu symmetrisch. Werde mich zusätzliche Arme, Beine, Ohren und Augen annähen lassen. Da ich eine Orthese am Gemächt trage, musste ich auf Schienenverkehr umsteigen. Lustig: Mein «Zug» hat nie Verspätung, im Gegenteil, er kommt sogar zu früh. Süsser die Schenkel nie klopfen, jaja.

Wenn Jesus sauer war, hat er schon mal seinen Heiligenschein weggeworfen und damit ein Scheinwerferlicht erzeugt. Ist Politik auch dann ein Haifischbecken, wenn der Walkampf läuft?

Selten so zusammenhangsloses Zeug geschrieben wie heute. Doch, eigentlich schon immer. Brauche dringend einen roten Faden, ach was, ein sattes Strickgarn. Bis später, Freunde!

 

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kgb

Der Auslandsgeheimdienst schafft sich seine Arbeit selbst: Reis‘ ins Ausland und geh‘ heim! Lange hiess es, der russische Auslandsgeheimdienst habe die US-Wahl gehackt. Nun sagen Experten, der tatsächliche Einfluss hätte im Promillebereich gelegen, sprich: zwei Flaschen Vodka.

Heute wurde endlich die Hamburger Elbphilharmonie eröffnet. Schon seit längerem besteht im benachbarten Parlamentsgebäude die Sehrvielharmonie. Ich werde zur Eröffnung eine Sofern-und-doch-Sonahta in J-Moll auf meiner Blockflöte zum Besten geben.

Den Weg zur Zwickmühle kann man sich mit einem Damoklesschwert ebnen, welches man im Anschluss ins Korn wirft, wo es von einem blinden Huhn gefunden wird.

 

 

 

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