Ein widerlicher Monopolist!

Ist Ihnen einmal aufgefallen, dass der Himmel ein Monopol hat? Das Himmelsgewölbe als Teil der allumfassenden Himmelskugel (neu mit Schokofüllung!) kennt keine Konkurrenz, keine Marktbegleiter, keine Rivalen, keine Alternative. Wann immer man hochschaut, man entdeckt den Himmel. Wenn er mal einen Bad-Atmosphair-Day hat (Pendant zum Bad-Hair-Day), schiebt er einige Wolken zur Ablenkung vor, aber dahinter steckt dann doch wieder nichts als Himmel. Dann schlägt die Stunde der Federwolke, der kleinen oder grossen Schäfchenwolke (lässt sich gut zählen, allerdings nur vor dem Mittagsschlaf, weil Wolken abends nicht zu sehen sind), der hohen Schleierwolke (höchst diffus!), diverser Schicht- bzw. Haufenschicht-Wolken (arbeiten Schicht bzw. einen Haufen Schichten und werden dementsprechend fürstlich entlöhnt, aber auch dementsprechend spärlich eingesetzt, was herauskommt, ist, was man landläufig als Nullsummenspiel bezeichnet) – oder bei schlechter Laune, und damit will ich diesen elendigen Schachtelsatz langsam beenden, auch einmal Regen- oder gar Gewitterwolken, die aber leider nicht wasserdicht sind. Man müsste Wolken impräglungennieren können.

Der Himmel hat seinen Zenit längst erreicht, nicht zuletzt dank der Lotrichtung. Guter Satz, muss ich mir selbst merken. Erinnern Sie mich daran?

Immer, wenn mir uns dem Himmel nähern wollen, macht er ein paar Schritte zurück. Wir kommen nie beim Himmel an, er ist immer über uns. Krass. Der Himmel als unerreichbarer, arroganter Monopolist. Der Himmel ist die Deutsche Bahn der Atmosphäre. Nur, dass er kein Geld verlangt. Dafür uns auch nicht transportiert. Fair soweit.

Wir unterscheiden zwischen Taghimmel und Nachthimmel. Der Taghimmel beginnt seinen Arbeitstag um ca. 7 Uhr und arbeitet dann bis 18 Uhr durch. Ob dies mit den Richtlinien vor Arbeitssicherheit übereinstimmt, darf in vagen Zweifel, aber leider nicht in Rechnung gestellt werden, Stichwort #Mittagspause #ErholungIstWichtig #MalEinfachNichtsTun. Weil sich der Mittag diesem Mini-Sabbatical in Form der Mittagspause verweigert, ist das Risiko umso höher, dass er uns eines Tages vor lauter Erschöpfung auf den Kopf fällt. Der Nachthimmel gönnt sich hingegen regelmässige Pausen. Er kann sich diese leisten, da er sich für die Nachtarbeit einen höhen Stundensatz abrechnen lassen darf. Der Nachthimmel ist der Himmel der Zukunft. Generation Himmelschwarz.

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